Tesla beschafft $2,9 Milliarden an chinesischer PV-Ausrüstung und beschleunigt die Inbetriebnahme seiner 100GW-Solarfabrik in Texas

Laut einem Reuters-Bericht vom 20. März befindet sich der US-amerikanische Elektrofahrzeuggigant Tesla in der finalen Phase der Vertragsverhandlungen mit führenden chinesischen Herstellern von Photovoltaik (PV)-Ausrüstung. Das Unternehmen plant, rund 2,9 Milliarden US-Dollar in PV-Produktionsanlagen für seine 100-Gigawatt (GW) Solarfabrik "Gigafactory" in Texas, USA, zu investieren.


Berichten zufolge stammt die beschaffte Ausrüstung hauptsächlich von drei chinesischen Unternehmen – Maiwei Technology, Jiejia Weichuang und Laplace – und umfasst komplette Produktionslinien für mainstream, hocheffiziente Solarzellentechnologien wie Heterojunction (HJT) und TOPCon.


Laut informierten Quellen soll die Ausrüstung bis zum Herbst 2026 vollständig an Teslas Standort in Texas geliefert werden. Dieser Zeitplan soll Tesla dabei unterstützen, bis Ende 2028 seine vollständige PV-Produktionskapazität – von "Rohmaterialien bis zur Stromerzeugung" – zu realisieren.


Tesla-CEO Elon Musk hatte auf einer Investorenkonferenz zuvor angekündigt, in den USA eine heimische Solarproduktionskapazität von 100 GW aufzubauen, um die Abhängigkeit von traditionellen Stromnetzen zu verringern. Die nun in Planung befindliche Fabrik in Texas wird das zentrale Element dieser Strategie sein. Der dort erzeugte Strom wird vorrangig für Teslas Elektrofahrzeugproduktionslinien, seine Megapack-Energiespeicherfabrik und seine globalen AI-Rechenzentren genutzt. Überschüssiger Strom wird die Energieversorgung für SpaceXs Starlink-Satellitennetzwerk unterstützen und so ein integriertes, geschlossenes Energieökosystem aus "Fahrzeugen, Speicherung und Satelliten" schaffen.


Bemerkenswert ist, dass die Kernlieferanten dieses Auftrags allesamt führende Unternehmen der chinesischen Photovoltaikbranche sind.


Konkret wird Maiwei Technology – das weltweit den größten Marktanteil für komplette HJT-Produktionslinien hält – Tesla mit Siebdruck- und RPD (Reactive Plasma Deposition)-Anlagen beliefern. Jiejia Weichuang, das über umfassende Expertise in verschiedenen Technologiepfaden verfügt, wird PERC- und TOPCon-Anlagen bereitstellen. Laplace New Energy wird sich auf kritische Beschichtungsprozesse wie röhrenförmige PECVD konzentrieren.


Die arbeitsteilige Zusammenarbeit dieser drei Unternehmen gewährleistet nicht nur die technologische Raffinesse der Anlage, sondern gibt Tesla auch die Flexibilität, künftige technologische Weiterentwicklungen und Upgrades zu berücksichtigen.


Der Reuters-Bericht hat weltweit große Aufmerksamkeit in der Energiewirtschaft erregt. Analysten weisen darauf hin, dass Teslas großangelegte Beschaffung chinesischer Ausrüstung Chinas unersetzliche Stellung im Bereich der Photovoltaik weiter untermauert. Derzeit stellen chinesische Unternehmen über 90% der weltweiten hocheffizienten Solarzellenproduktionsanlagen her, und die USA verfügen derzeit über keine vergleichbare heimische Produktionskapazität als Alternative. Zudem haben die Regierungen von Biden und Trump durch sukzessive Zollbefreiungen für importierte PV-Produktionsanlagen die politischen Hürden für diesen Auftrag beseitigt.


Für Chinas PV-Branche ist dieser Auftrag zweifellos ein starker Impuls. Vor dem Hintergrund eines globalen Überangebots an PV-Kapazitäten wird Teslas umfangreiche Beschaffung die Überkapazitäten heimischer Ausrüstungshersteller absorbieren und gleichzeitig die Markenpräsenz chinesischer Unternehmen im Hochpreissegment stärken.


Berichten zufolge hat Maiwei Shares einen Antrag beim chinesischen Handelsministerium für den Export von Dual-Use-Gütern gestellt. Die Genehmigung wird in Kürze erwartet, die erste Lieferung soll im Mai erfolgen.


Teslas Plan für eine massive PV-Produktionsstätte ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren haben globale Energieriesen ihre Investitionen in PV- und Speichersektoren verstärkt; Tesla zeichnet sich jedoch durch die tiefe Integration seiner Solaraktivitäten mit Elektrofahrzeugen, KI und Raumfahrt aus.


Analysten gehen davon aus, dass Tesla mit der geplanten 100-GW-Kapazität zu einem der weltweit größten PV-Hersteller aufsteigen wird. Der erzeugte Strom wird nicht nur den Eigenbedarf decken, sondern könnte auch ins Netz eingespeist werden – möglicherweise über ein "virtuelles Kraftwerk" – und so zusätzliche Gewinnmöglichkeiten eröffnen.


Mit dem Fortschritt der Ausrüstungsbeschaffung hat der Bau der PV-Fabrik in Texas offiziell die Countdown-Phase erreicht.


Elon Musk erklärte in den sozialen Medien, dass die Anlage vollautomatische Produktionsprozesse nutzen wird. Teile der Kapazität sollen 2027 ans Netz gehen, die volle Kapazität wird für 2028 erwartet. Bei voller Auslastung kann Tesla jährlich genug Solarmodule produzieren, um über 10 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen und gleichzeitig sein globales Ziel von über 20 Millionen verkauften Elektrofahrzeugen zu unterstützen.

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25-03-2026